Im Westen und im Norden Mallorcas

Nach unserer Ankunft auf Mallorca, beschlossen wir uns im Uhrzeigersinn um die Insel zu bewegen.
Wir wollten zuerst sehen, was es im Westen und im Norden Mallorcas zu erleben gibt.
Doch noch lagen wir in Palma vor Anker.

In der Nacht hatte es heftig geregnet und am Morgen des 02. Septembers war das Meer aufgewühlt und unschön. So beschlossen wir kurzerhand nach Sant Elm gefahren (28 SM, 5 Stunden). Der Wind sollte ausnahmsweise gut wehen, um Mallorca im Norden von West nach Ost zu umrunden.
Der Wind kam gegen uns, so dass wir das Kreuzen mit dem Autopiloten übten.
Die Fahrt verlief ruhig und in Sant Elm nahmen wir eine Boje, da der kleine Ankerbereich von anderen Schiffen blockiert wurde. Am Abend erkundeten wir Sant Elm, eine super süße kleine Stadt. Zwar touristisch, aber dennoch irgendwie authentisch…

Uns gefiel es so gut, dass wir spontan blieben. Naja, der Wind hatte mal wieder gedreht, so dass eine Weiterfahrt nicht so schön gewesen wäre. Wir ankerten nun neben dem Bojefeld.
Mit den Belgiern hatten wir noch Kontakt und als sie erfuhren, wo wir waren, kamen sie zu uns in die Bucht. Kiran und Pablo fuhren mit dem Stand-up-Bord zum Strand und banden einen Stein daran fest, um „zu ankern“. Das schien gut zu klappen.

Isla Sa Dragonera

Gegen späten Nachmittag machten wir uns mit den Kindern, unseren und den belgischen, auf den Weg zur Isla Dargonera. Mit dem Dinghi dauerte die Fahrt 15-20 Minuten. Wir hatten mit der Uhrzeit den Touristenstrom umgehen wollen. Somit war die Insel praktisch leer und wir konnten in Ruhe die Eidechsen beobachten. Es waren gefühlt tausende!

SaDragonera.TRIM

Den Abend genossen wir im Ort bei einer Flasche Weißwein, während die Kinder durch die Fußgängerstraße tobten.

Der Wind stand weiter gegen uns und so blieben wir in Sant Elm. Der 4. September verlief ähnlich wie der Tag zuvor. Schwimmen, mit Stand-up-Board „ankern“, schnorcheln, homeschooling…
Nachmittags verließen uns die Belgier.

Ach ja, am Morgen fanden wir diesen Totenkopfschwärmer in unserem Cockpit. Ein riesiger Nachtfalter, der eigentlich mehr in Afrika vorkommt. Der größte Nachtfalter in Europa und eher eine Seltenheit.
Leider konnten wir ihn bzw. sie nicht retten…

Weiter geht es…

Am 5. September fuhren wir schließlich nach Port de Soller (24 SM, 6 Stunden). Die Stadt hat den einzigen Hafen im Norden Mallorcas. Auf dieser Fahrt testen wir erstmals unseren Gennaker. Die See war spiegelglatt und es kam nur wenig Wind von achtern (hinten). Bei 10 Knoten schafften wir mit dem Gennaker etwa 5 Knoten Fahrt. Genial !!!

Im Hafen von Port de Soller ankerten wir zwischen vielen anderen Booten. Die Bucht hatte viel Schwell (Wellen, die in eine Bucht kommen), aber das kannten wir ja schon aus Talamanca. Wirklich schön waren Hafen und Stadt nicht, aber die Kinder und ich bestiegen eine alte Anlage oben über der Stadt und hatten eine fantastische Aussicht auf das Meer. Dort konnten wir am 6. September auch beobachten wie windig es draußen außerhalb der Bucht war.

Gegen Abend fuhren wir mit unseren Scootern die 4-5 km nach Soller, der eigentlichen Stadt. Wir pausierten an einem lokalen Fußballverein. Obwohl wir in Spanien waren, gab es kaum Unterschiede zu einem deutschen Fußballplatz mit trainierenden Kindern und Jugendlichen.

Die Innenstadt von Soller war wieder sehr schön und authentisch. In einem winzigen Lokal aßen wir ein paar Tapas, besuchten den Hauptplatz an der Kirche und nahmen dann die letzte Straßenbahn nach Soller. Diese alte Straßenbahn ist eine der Hauptattraktionen in Soller. Wir waren glücklich, endlich mal wieder einen richtigen Ausflug (an Land) gemacht zu haben.

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Im nächsten Artikel bewegen wir uns von Norden nach Osten.
Das Warten lohnt sich…

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Text von Oktober 2019

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