Besuch aus Deutschland

Seit dem 27. September ankerten wir neben dem Hafen Club Nautico Arenal auf Mallorca. Wir hatten ein paar Dinge zu tun und uns tat die Ruhe nach vielem Reisen sehr gut. Außerdem sollten wir Besuch aus Deutschland bekommen. Es war auch irgendwie cool, so direkt vor dem Ballermann zu ankern…

Zeit vor dem Besuch aus Deutschland

Wir trafen uns häufig mit Jens, der mit seiner iCut neben uns ankerte. Im Laufe der Tage bemerkten wir, dass zwei Solarpanele nicht mehr richtig zu funktionieren schienen. Der Laderegler war wohl kaputt und wir mussten Strom sparen.
Jens dagegen hatte Probleme mit seiner Ankerwinsch, die komplett den Geist aufgegeben hatte. Da Freunde von Jens in der Nähe Urlaub machten, konnten er und wir Ersatzteile zu deren Hotel bestellen.

Ein Ausflug ins Palma Aquarium brachte Erinnerungen. Wir mussten eine Weile grübeln, bis uns klar wurde, dass wir erst vor 1,5 Jahren in den Osterferien 2018 hier gewesen waren. Damals hatten wir einen spontanen Urlaub auf Mallorca gebucht, um uns den ersten Katamaran, eine Prout Snowgoose Elite 37, in Port d‘Andratx anzuschauen…

Wiedersehen!

Ein weiterer Grund für unseren langen Aufenthalt in S’Arenal war der Besuch aus Deutschland. Robert und Andrea kamen zu uns. Robert ist einer von Kirans besten Freunden. Wir waren alle sehr aufgeregt. Es war wie so oft alles recht spontan. Am 2. Oktober war es soweit. Mit dem Dinghi holten Tom und die Kinder Robert und Andrea vom Hafen in S’Arenal ab. Es war ein freudiges Wiedersehen nach 2,5 Monaten!

Besuch aus Deutschland

Es war eine sehr angenehme Zeit mit Robert und Andrea an Bord. Wir schwammen zum Strand von Ballermann 01 und genossen die Sonne.

Sprung ins Wasser von Andrea und Kathrin

Erster Segeltörn mit unserem Besuch aus Deutschland

Gegen Mittag am 3. Oktober folgten wir Jens nach Ses Illetes. Wir hatten recht angenehmen Wind und kreuzten bei 15-20 Knoten und 8 Knoten Fahrt bis zu 50° am Wind. Nach knapp drei Stunden hatten wir die 14 SM geschafft. Wir ankerten neben Jens und Heike (seine Partnerin, die zu Besuch war). Ein Ausflug an Land eröffnete uns einen schönen Strand und eine nette Bar.

Kiran zeigt Robert, wie man Dinghi fährt

Am 4. Oktober kam ein iCom-Techniker zu uns an Bord. Wir haben ein Kurzwellen-Funkgerät, das noch nicht die aktuelle MMSI (=Funkrufnummer) einprogrammiert hat. Das sollte nun endlich geschehen. Nach mehr als einer Stunde erklärte uns der „Spezialist“, dass er die Programmierung nicht vornehmen könne, da die Anschlussbox (Kopfhörereingang) kaputt sei. Wir sind nicht sicher, ob das stimmt…

Treffen mit einer anderen Seglerfamilie und Zeit am Strand

Heike brachte uns zum Nachmittag super leckeren Apfelkuchen an Bord. Danke noch mal dafür!!!
Inzwischen hatte auch eine Hanse, die SY Bounty, in der Bucht geankert. Ich war seit Tagen mit Karin in Kontakt, da unsere beiden Boote seit einer Weile in ähnlicher Gegend unterwegs waren. Die Familie kommt aus Schweden und wir verabredeten uns am Strand. Wir trafen uns am Strand, tauschten unsere Geschichten aus und versuchten Kontakt unter den Kindern aufzubauen. (Leider dauerte es bis zum späten Abend, dass Solana und Thilde endlich miteinander spielten.)
Kiran und Robert genossen die Zeit zusammen. Sie schwammen, schnorchelten und bauten Sandburgen. Beide waren sehr glücklich! Zurück an Bord spielten Kiran, Solana, Robert und Andrea das Spiel Codenames. Ein neuer Favorit. Nach dem Abendessen fuhren wir wieder an Land und trafen uns mit den Schweden und Jens und Heike in der Bar. Es war ein schöner Abend, den wir an Bord noch mit Wein und lachen auf dem Trampolin ausklingen ließen.

Bevor es am 5. Oktober weiter nach Portals Vells ging, erhielten wir das Paket mit dem neuen Laderegler. Unter Motor fuhren wir die 5 SM und ankerten in der vollen Bucht auf 10m. Wir waren etwas nervös, da es ziemlich eng war. Beim Schnorcheln wurden wir mehrfach fast von Dinghis oder richtigen Booten überfahren…

Der letzte gemeinsame Tag

Kiran und Robert erkundeten die gesamte Bucht mit dem Stand-up-Board. Einmal wollten sie von irgendwelchen Felsen etwa 5m tief ins Wasser springen. Sie stellten sich sehr vernünftig und organisiert an (z.B. fuhr Kiran unten im Wasser und kontrollierte, dass dort keine Felsen im Wasser waren und niemand vorbeischwamm, wenn Robert springen würde. Er versuchte auch mit dem Paddel die Tiefe zu testen.). Dennoch war ich froh, dass sie mich brüllen hörten und meine Signale verstanden, dass sie das nicht tun sollten! Als nächstes erkundeten sie eine Höhle und einen weiteren Strand. Tom und Solana machten einen kleinen Landtrip, um nach einem Restaurant zu schauen und ein Taxi für Andrea und Robert zu organisieren. Später fuhren wir mit dem Dinghi gemeinsam an einen der Strände. Leider waren mal wieder einige Quallen in der Bucht, so dass das Schwimmen und Schnorcheln nicht besonders entspannt war.
Am Abend packten Robert und Andrea alles zusammen, da sie bereits um 6 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen mussten.

Ein letztes Mal gemeinsam an Bord kochen…

Kiran und Tom brachten Andrea und Robert am 6. Oktober zum Taxi. Traurig verabschiedeten sich die beiden Jungs.

Auf nach Ibiza

Dann entschieden Tom und ich bereits in der Dunkelheit den Anker zu lichten und uns auf den Weg nach Ibiza zu machen. Wir wollten möglichst weit auf Ibiza kommen, um dann direkt weiter zum Festland segeln zu können. In den nächsten Tagen sollte ein toller Wind um die 20 Knoten und Richtung Westen aufkommen. Den wollten wir nutzen.

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Was wir auf unserer Reise von den Balearen zurück an das spanische Festland erlebten, erfährst du in den folgenden Texten. 😉

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Text von November 2019

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