Schädel aus den Katakomben

Besuch in den Katakomben von Paris

Für die Metrofahrt zu den Katakomben von Paris haben wir viel Zeit eingeplant. Da wir genau wissen, welches Ticket wir brauchen, welche Metro wir nutzen müssen und an welcher Station die Katakomben liegen, sind wir in kürzester Zeit angekommen.

Jetzt haben wir noch 1,5 Stunden Zeit bis zu unserem Eintritt in den Katakomben! Also erst einmal durchatmen. In einem winzigen Park entspannen wir uns und überlegen, wie es weitergeht. Zum Montparnasse, einem riesigen Bürogebäude mit toller Aussicht, zu fahren, wäre zeitlich zu knapp. Aber um die Ecke liegt der Friedhof Montparnasse. Friedhöfe finden wir alle immer sehr faszinierend. Hier finden wir das Grab des ehemaligen französischen Präsidenten Jaques Chirac.

Zeitig kehren wir zum Eingang der Katakomben zurück. Wir sollen aber erst in einer halben Stunde wiederkommen. Auf der anderen Straßenseite entdecken wir ein kleines Bio-Café. Der Kaffee schmeckt lecker und Solana kauft sich ein Macaron. „Das muss man in Paris essen“, sagt sie.

In den Katakomben von Paris

Dann ist es endlich soweit. Wir reihen uns in die Warteschlange an den Katakomben ein. Am Eingang müssen wir alle Taschen leeren und kommen uns vor, wie am Flughafen.

Kinder vor dem Eingang zu den KatakombenAusgestattet mit zwei Audioguides geht es eine Wendeltreppe hinunter in die Tiefe. Die Katakomben befinden sich unterhalb der Trinkwasserversorgung und der Metro von Paris. Es geht einen langen dunklen Weg entlang, wo wir erfahren, wie der Sandstein unter Paris abgebaut wurde, wofür er genutzt wurde, wie die Schächte einstürzten und schließlich gesichert wurden. Dann endlich kommen wir in den Bereich, in dem die berühmten Skelette kunstvoll aufgetürmt wurden. Die Friedhöfe von Paris waren damals überfüllt und man behalf sich damit, die Skelette zu bergen und in den Katakomben zu lagern. Damals wurden sie zwar sortiert nach Friedhöfen eingelagert, aber sonst war es ein großes Chaos. Heute sind sie ordentlich sortiert als Wände aufgeschichtet und mit den Schädeln wurden Muster in den Wänden gestaltet.

Nach einer dreiviertel Stunde ist der Rundgang durch die Katakomben schon beendet. Der Aufstieg bringt uns etwas außer Atem. Leider liegt die nächste Metrostation ein ganzes Stück entfernt, aber der Spaziergang an der frischen Luft tut uns gut.

Als nächstes geht es wenige Metrostationen weiter zum Montparnasse. Die Aussicht soll fantastisch sein und es ist nicht so überlaufen, wie am Eifelturm.

 

– 24. Februar 2023 –

 

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